Ein Hobby zum mitnehmen

Ein Hobby muss her!

Erich Werner / pixelio.de

Welches Hobby hätte ich mir nicht alles  nach meinem Freizeitvakuum aussuchen können? Briefmarken sammeln, Amerika als Modelleisenbahn nachbauen, Klavierspielen … alles tolle Hobbys – aber keines davon kann ich auf Dienstreise mitnehmen (naja Briefmarken gingen gerade noch).

Welches Hobby hätten’s denn gern?

Es gibt ja genügend Leute die verfolgen ein spezielles Ziel. Gerade beim Sport steht abnehmen sicher ganz vorne. Es ist jetzt nicht so, dass ich nicht auch gerne davon profitiere, da ich aber meinen Speck zu 65% ohne Sport verloren habe, war mir das nicht so wichtig.
Eigentlich wollte ich nach mehreren Jahren Inaktivität, Schreibtischsitzerei bis tief in die Nacht usw. einfach mal raus kommen.

Sport als Hobby?

Wie schon im letzten Beitrag angedeutet, habe ich mich zwischen Radfahren und Laufen entschieden. Als Jugendlicher bin ich viele Touren gefahren – als Familienvater habe ich inzwischen abgerüstet. Trekkingrad mit Kindersitz.

Mit dem Laufen habe ich schon vor ein paar Jahren mal experimentiert … aber irgendwie fehlte mir da noch ein Antrieb. Nachdem ich vorher ein paar Monate Walken war schaffte ich es auf 2 Wochen Laufen im Sommerurlaub… und danach war alles vorbei.

Diesmal sollte es anders werden – ich steckte in meiner Diplomarbeit fest. Saß 9-12 Stunden in der Arbeit oder war auf Bayerns Autobahnen unterwegs… schnell Heim, etwas Zeit mit Sohn und Frau verbringen und Abends ging es weiter an den Schreibtisch bis tief in die Nacht.
Der Bewegungsmangel machte mich teilweise wirklich kirre.

Gleichzeitig lief ein Bekannter (Raucher!) plötzlich nach einem Couch-to-5K-Plan … was mich gleich faszinierte. So war die Idee geboren, dass ich mich daran auch trauen könnte. Allerdings war in der Konstellation nicht viel zu holen – der DA-Abgabetermin war immerhin gesetzt.

Aber wie mit Laufen anfangen?

Also habe ich mich an einen Spruch meines alten Chefs erinnert: „Vorbereitungszeit verdoppeln, Ausführungszeit halbieren“. Somit habe ich theoretisch mit dem Laufen begonnen .

Bücher besorgt, eingelesen, einen C25K-Plan gesucht (in Form einer App), Schuhe besorgt … alles vorher erledigt. Nach ein paar Wochen fing ich an ein paar Stabi- und Koordinationsübungen zu machen (wenn man sonst schon keine Zeit hat, steht man eben beim duschen auf einen Bein oder macht beim Rasieren oder Zähneputzen einbeinige Kniebeugen) und am Tag nach Abgabe der Arbeit war es dann so weit… ich habe mich aufgerafft und habe den Plan gestartet und innerhalb 7 (statt 10) Wochen erfolgreich durchgezogen.

Und jetzt habe ich ein Hobby, dass ich heute mit in meinen Koffer gepackt habe. Morgen nach dem ersten Schulungstermin geht es mit 3 Kollegen auf eine kleine Runde – ich kann meinem Hobby nachgehen, komme nach einem Tag sitzen raus und esse nicht nur dauernd.

Eine Win-Win-Situation 

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