#festiverow100 #festiverowing100

#festiverow100 – ein bisschen Allebekloppt zum Jahresende

Zum Jahresende gibt es stets die Gelegenheit bestimmte Ticks aufzuleben. Die Laufkilometer noch rund zu machen, die Radkilometer aufzufüllen oder das Gewicht auf den nächsten 10er Schritt anzuheben.

Alles deswegen, weil nach dem 31.12. die Welt untergeht das Jahr zu Ende ist und alles von vorne beginnt. Die schönen Zahlen, die wir in den letzten Monaten in den Trainingstagebüchern gesammelt haben, werden auf einmal aus unserer Aufmerksamkeit getilgt und plötzlich steht da die 0!

Diese Null wächst und gedeiht ist erst ein- und dann zweistellig, bis irgendwann die ersten 1.000km erradelt oder erlaufen sind und der Hobbysportler so langsam wieder Frieden findet.

Aus diesem Grund haben schon die alten Germanen rund um die Wintersonnenwende viele lustige Bräuche eingeführt um die bevorstehende Nullung gebührend zu feiern.

Die laufende Zunft hat sich Großteils dem Marcothon verschrieben. Eine Jahresend-Streakrunning Aktion. Im gesamten Dezember wird täglich gelaufen, mindestens 25 Minuten oder 3 Meilen (4,8km). Damit wird zum einen vor der großen Nullung nochmals das Laufkilometerkonto ordentlich bespart, man schafft einen Kalorienpuffer für die Feiertage und – passt ja auch ganz gut – da viele aktuell in der Grundlagenphase sporteln, tut man tatsächlich noch was, was für den Trainingsplan sinnvoll sein kann.

Die Radfahrer haben es in einem normalen Dezember gar nicht so einfach. Viele verbringen ihre Tage im Kellter oder der Garage und verzieren die Fußböden mit Schweißpfützen. Dieses Jahr sieht es ja etwas besser aus. Aber normalerweise ist Radfahren im Dezember eine Herausforderung. Eine besondere ist es zwischen Weihnachten und Silvester 500km zu fahren – und zwar draußen. Als Anreiz es doch zu tun hat Rapha die #festive500. Sicher kein Unmögliches Unterfangen, 62,5km im Schnitt pro Tag (wer das vor der Familie rechtfertigen kann – sonst eben etwas mehr, wenn man die Feiertage auch mit feiern verbringt). Nur geht es hier um draußen.

Genau dieses draußen ist es auch warum ich keine #festive500 hinbekomme. Ich muss zwischen den Feiertagen arbeiten, damit ist mein Tageslichtkontigent aufgebraucht. Die Alternative die 500km auf Zwift zu fahren war mir dann doch etwas zu extrem, also musste etwas anderes her.

Also war ich ganz dankbar für diesen Vorschlag:

 


Nun eskalieren solche Dinge bei mir ja hin und wieder mal. Letztlich ist auch #festiverow100 wie die beiden anderen Herausforderungen kein riesen Ding, aber man muss als Ausdauersportler schon über seinen Schatten springen. Für Otto-Normalbürger sind alle 3 Dinge sowieso weit weg von machbar (und sinnvoll).

Insgesamt bedeutet das auf dem Waterrower 12,5km pro Tag – also ca. 45-50 Minuten je nach Intensität. Das ist deutlich einfacher als 500km zu radeln, allerdings fühlt es sich auch etwas intensiver an. Immerhin freut sich der Rumpf, die Bauch- und Rückenmuskulatur zusätzlich, denn die ist hier voll dabei. Zudem bekommt man ganz tolle Blasen an den Händen und überhaupt ist es doch ganz leicht bekloppt. In Trainingsratgebern zum rudern steht, dass man 3-4x pro Woche 40 Minuten rudern sollte … naja so rudert man eben 7x 50 Minuten.

Aber wenn man – wie ich – nicht laufen kann und das Fahrradfahren aus Zeitgründen nicht so gut klappt, ist es eine gute Alternative. So eine Herausforderungen hilft auch mal wieder Grenzen auszuloten – immerhin ist rudern ein gutes Grundlagentraining und wenn man das Tempo erhöht ganz schön fordernd.

So rudere ich die letzten Tagen vor mich hin, aktuell wird es schon etwas schwer, denn nebenbei habe ich seit 24 Tagen einen 1h-Sport-Streak – also täglich mind. 1h Sport ohne Ruhetag, für die Form ist alles gut – irgendwo muss ich ja auch die Grundlage hernehmen mit der ich täglich 1h am Ruderergometer herumhample.

Nach 5 Tagen steht somit inzwischen der Kilometerzähler bei 76km – alles läuft auf einen lockeren „Sieg“ hinaus, aber locker ist das trotzdem nicht. Und irgendwie machts tatsächlich Spaß. #allebekloppt eben.

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4 Comments

  1. Eine Stunde Sport pro Tag: Damit hast Du Dir meine Bewunderung verdient. Auch, wenn der Marcothon seltsam leicht vom Fuß geht: Bereits an 20 Minuten „Leibesübungen“ bin ich wiederholt gescheitert. Ich rede mir dann immer ein, dass ich einfach kein Indoor-Sportler bin. :-)

    • Naja zur Ehrenrettung ist zu sagen, dass aktuell Rad fahren doch recht leicht ist und an manchen Tagen draußen stattgefunden hat. Aber letztlich war es leichter als gedacht.

    • Danke – war ganz witzig… und gerade wer sich an Wettbewerb und Zielen motiviert braucht eben hin und wieder so eine kleine Spinnerei. Ohne die beliebig gewählte Zahl hätte ich das sicher nicht durchgezogen :-)

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