Form, Training, Umfang, TRIMP

Form-idabel!!

Form, Training, Umfang, TRIMP

form-idabel – noch nie war es um meine Form so gut bestellt wie momentan

Mein letzter Blog war eigentlich eher einer aus der Kategorie „Zweifeln und Hadern“  – klar, das bessere ist des Guten Feind, dennoch will ich heute mal mit stinkendem Eigenlob um mich werfen!

Meine Trainingssituation dieses Jahr gleicht ziemlich der von 2013 – wenigstens in den Grundzügen. Die kalten Monate waren geprägt von Erkältungen und Ausfällen, obwohl ich nach den Knieproblemen relativ schnell in Form kam und innerhalb weniger Wochen zweimal die 10K-Bestzeit verbessern konnte, war nicht abzusehen, dass das Frühjahr erfolgreich verlaufen würde.

Der unberechenbare Vorteil dieses Jahr ist das Radtraining, das ich im Winter bereits im Folterkeller (bekannt als Arbeitszimmer) auf der Rolle angefangen habe, dadurch konnte ich die Grundlagenausdauer etwas aufpolieren und dank Crosstraining auch das Geläuf geschmeidig halten. Die erste Nagelprobe – der Obermainhalbmarathon schien aber zu bestätigen, dass mein Training nicht auf fruchtbaren Boden fällt. Das ich natürlich am Tag vorher eine knaller Radausfahrt eingeschoben habe und 3 Monate lang keine langen Läufe hatte… naja hab ich ignoriert.

Der Mai eröffnete (nach erneutem Trainingsausfall wg. Erkältung) allerdings das wahre Ausmaß, das ich nicht vorhergesehen habe … mein (Un-)Training funktioniert irgendwie. Die HM-Bestzeit war nicht nur geknackt, sondern überraschend gut – obwohl das Wetter sogar relativ warm war.

Seitdem die letzte Erkältung abgeklungen und das Wetter sommerlicher ist schaffe ich ein relativ hohes Trainingspensum. Meist zwei Radausfahrten in der Woche, manchmal drei plus drei bis vier Läufe. Inzwischen wieder 50 WKM. Das macht im Monat rund 30 Stunden Training – seit dem Maisels Fun Run versuche ich sogar etwas Struktur einzulegen, auch wenn ich weiterhin keinem Trainingsplan folge.

Um vor allem der Gefahr des ständigen Einheitstempos zu entgehen (das mir letztes Jahr die Knieschmerzen mit eingebrockt hat) ist mind. eine knackige Tempoeinheit pro Woche dran. Diese Woche z.B. 4000/3000/2000 @ HMRT – das angepeilte Tempo konnte ich relativ einfach um mehr als 10 Sekunden unterbieten. Auch sonst steht immer öfter eine 4 vor der Pace – auch wenn der Greif-Spruch … 4er-Pace geht immer (!) bei mir noch nicht wirklich greift, inzwischen gilt wenigstens die Renter- und Unsportlervariante 5er-Pace geht immer. Im Gegensatz zu letztem Jahr stand dieses Jahr bei noch keinem Monat eine 6er-Pace im Durchschnitt.


Auch der Longjog letzter Woche offenbarte erstaunliches – gleiche Strecke wie August 2013 – gleicher Durchschnittspuls… allerdings 13 Sek. pro Kilometer schneller, auf 23km ist das der schnellste Longjog im Training überhaupt.

Obwohl ich tatsächlich nichts wirklich nach irgendwelchen Regeln mache, kurz vor meinem Laufgeburtstag bin ich in allerbester Form. Das Eigentraining aus dem Bauch heraus funktioniert eben noch gut, wenn man noch nicht so „laufalt“ ist. Das Bildchen oben zeigt die Formkurve bei Runalyze – auch hier stehen 100% Form zu buche, das schöne ist allerdings, das die Zahlen nicht für sich alleine sprechen müssen.

Körpergefühl, Puls, Regenerationsfähigkeit – einfach alles spricht aktuell für eine Top Form … und im Gegensatz zu den letzten Form-Peaks habe ich es diesmal tatsächlich geschafft VOR einem Wettkampf in Form zu kommen. Letztes Jahr im Herbst war ich auch gut in Form … ca. 1,5 Wochen NACH dem Stadtlauf ;-)

Die Prognosezahlen sprechen eigentlich schon seit der 10er Bestzeit für eine Halbmarathonzeit unter 1:45:xx – nach dem Obermainmarathon hielt ich es noch quasi für unmöglich, das bis Juni zu packen – der FunRun HM und die Trainingsleistungen sprechen nun aber eine andere Sprache. Morgen folgt noch ein langer Lauf und dann wird getapert … die letzten Einheiten habe ich schon im Kopf und im Gegensatz zu den letzten Wochen gibt es nicht nur einen Ruhetag.

Dennoch bleibt bei alle den positiven Dingen die Frage offen, was mit „richtigem“ Training geht – allerdings bin ich jetzt erst mal kurz davor mit meinem „falschen“ Training das Ziel zu erreichen das ich mir gesetzt habe. Auch wenn es vielleicht nicht effizient ist, wie ich trainiere … in diesem Fall würde es mir sogar reichen, wenn es effektiv ist.

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2 Comments

  1. Glückwunsch zur guten Form!

    Ich bin ehrlich gesagt selbst immer wieder ein wenig überrascht, wie gut die Werte bei Runalyze stimmen. Ich habe Anfang des Jahres mit viel Training – wenn auch gänzlich ungeplant – viel heraus geholt und seitdem geht es mit etwas strukturierterem Training, aber eben auch weniger Training, leicht bergab.

    Nutze die Form, solange sie stimmt! Ewig kann man sie nicht aufrecht erhalten und steigern ;)

  2. Faszinierend auf jeden Fall, kommt sich darauf an, worauf man aktuell gut anspricht. Mehr TRIMP kann ja viel bedeuten, aber eine Steigerung ist eine Steigerung.
    Bei mir sicher noch mehr, weil ich mit knapp 2 Jahren Lauferfahrung eben auf viele Dinge anspreche.

    Was vielleicht etwas verzerrt ist das Radfahren, wobei es schon zu stimmen scheint, die TRIMP Werte fürs Rad sind eigentlich ganz nachvollziehbar.

    Der Test kommt auf jeden Fall am Wochenende – dann lasse ich mal andere Zahlen sprechen … und danach ist das große Highlight 2014 erst mal im Sack – Ziele für Herbst folgen und vllt. dann sogar strukturiertes Training ;)

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