Trailrunning, Laufuhr, Navigation, GPS, HRM, Activity Tracker

Garmin fenix 3 – Fenix aus der Asche?

Früher war bei weitem nicht alles besser, früher war ich zum Beispiel deutlich ungeduldiger. Ich erinnere mich an Apple Events, bei dem der große Steve Jobs neue Produkte vorgestellt hat und plötzlich war der Drang da das glitzernde Ding sofort und unreflektiert zu bestellen. Lieferzeiten jenseits von Gut und Böse.

In dieser Hinsicht hat Apple gelernt, man gibt verbindliche Liefertermine an. Nicht nur das, sondern auch der Flair ist weg, deswegen sehe ich mir solche Produktvorstellungen nicht mehr an. Normalerweise. Wenn allerdings außergewöhnliche Dinge passieren, kann es schon sein, das ich plötzlich wieder Pressemitteilungen lese und Previews wälze. Als die Garmin Fenix 3 vorgestellt wurde, war das so ein Zeitpunkt. Eine Uhr die auf dem Papier, bzw. auf dem Pixel, genau das versprach was ich haben wollte. Das Marketing hat wohl Zielgruppengenau funktioniert, denn ich wollte die Uhr haben.

Vor der Inbesitznahme hat Garmin allerdings erst mal Wartezeit gestellt. Die Zeit bis zur Erscheinung war lang hin und nach dem Release war die Uhr auch erstmal nicht verfügbar. Ich hatte Zwischenzeitlich eine Vorbestellung platziert, die ich aber wieder storniert hatte, aus Ärger über die Lieferzeiten. Das ging so lange, bis endlich ein passendes Angebot für mich anstand und somit bin ich seit kurzem Besitzer einer neuen Garmin.

Garmin Fenix 3 – HRM Bundle

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ganz schöner Klopper, aber trotzdem Alltagstauglich

Die Uhr gibt es in 3 Varianten. Zweimal die Normalversion jeweils in grau und in silber, sowie die hochwertigere Saphirglasversion.

Ich habe mich für die silberne Fenix entschieden und musste zum HRM-Bundle greifen. Musste deswegen, da die Fenix 3 die neuen Laufdynamik-Werte liefert, wenn man denn den passenden „HRM run“ Gurt hat. Die sonst bekannten HRM-Sensoren von Garmin liefern diese Daten sonst nicht. Da der Sensor inkl. Gurt gut und gerne mit knapp 100 EUR zu Buche schlägt, lohnt sich das Bundle also immer, wer durch FR920xt oder FR620 schon so einen Gurt hat, kann ein paar Euro sparen.

Reviews, Tests usw. gibt es im Netz genug – dafür bin ich wahrlich auch nicht der Spezialist. Wer hier nur harte Fakten lesen will, den muss ich leider enttäuschen. Ich kann hier nur eine subjektive Meinung bieten. Wer alles – wirklich alles zur Garmin Fenix 3 wissen will, dem kann ich nur das Review von DC Rainmaker empfehlen.

Die Fenix 3 als Alltagsuhr

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macht auch im Alltag eine gute Figur – hier mit individuellem „Watchface“

Natürlich ist die Garmin Fenix 3 eine Sportuhr – genauer gesagt eine Multisportuhr. Die Fenix zeichnet laufen, radfahren und schwimmen auf – und die Kombination daraus. Dann ist die Fenix auch noch ein Acticity Tracker wie z.B. das Garmin Vivosmart. Und wie das Armband bietet auch die Fenix 3 ein paar smarte Features.

Das ist vor allem deswegen praktisch, da man die Uhr ziemlich gut im Alltag tragen kann, wenn man mit so einer klobigen Uhr leben kann. Der Nutzwert ergibt sich aus Apps, Datenfeldern und sogenannten „Watchfaces“ also digitalen Ziffernblättern, die man aus dem Garmin eigenen IQ Connect Store laden kann.

Wirklich praktisch sind die Smart Notifications, wenn man am Smartphone eine entsprechende Vorselektion getroffen hat und entsprechend willensstark ist. Der Tweet oder die SMS am Handgelenk können ablenken, wenn man kurz auf die Uhr guckt, anstatt das Handy schon wieder in die Hand zu nehmen kann man tatsächlich Zeit sparen.

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über die Smart Notifications teilt sich das Smartfon mit … und stellt essentielle Fragen?

Bei den Apps gibt es inzwischen eine größer werdende Anzahl. Wirklich nützlich habe ich bisher nur ein paar wenige Programme empfunden. Sinnvoll kann z.B. eine detaillierte Akkuanzeige sein oder eine Anzeige die Sonnenauf- und Untergang bzw. das restliche Tageslicht anzeigt (vor allem praktisch, wenn man wie ich ein regelmässiger Feierabendsportler ist).

Alles in allem kommt man mit der Fenix gut durch den Alltag, nur nicht immer gut durch den Ärmel. Die Größe ist eigentlich das größte Manko im Alltagsgebrauch. Die Uhr passt einfach nicht unter jeden Hemdsärmel und ich habe mich jetzt schon mehrfach in einer Jacke verfangen, das liegt unter anderem auch am Kunststoffarmband. Vielleicht ein Problem, das die teurere Saphir-Edition nicht hat?

Vorwärts immer, rückwärts nimmer?

In unserer schnelllebigen Welt haben wir uns daran gewöhnt, das viele Dinge von selbst besser werden. Das ist quasi das Versprechen der Industrie. Kaufst Du etwas neues, ist es besser als das alte. Das wird manchmal direkter und manchmal indirekter behauptet. Teilweise werden aber gar keine Kerneigenschaften mehr verbessert sondern andere hinzugefügt.

Nun verkauft Garmin nicht erst seit gestern Sportuhren. Ich selbst habe schon die Forerunner 410 besessen und nutze aktuell noch die FR220. Zudem habe ich auch einen Garmin Radcomputer im Betrieb. Ich erinnere mich noch genau, wie ich die FR410 verbannt habe, weil sie Ewigkeiten gebraucht hat einen GPS-Link zu finden und die Datenübertragung per ANT+ war eine mittlere Katastrophe. Ich wollte eine Uhr die mit dem Smartphone synct und schneller GPS findet – das konnte die FR220.

Der einzige Wermutstropfen war, dass die ersten Tracks absolut ernüchternd waren. Die neue Uhr konnte war ich wollte, allerdings lieferte sie eine deutlich schlechtere GPS-Performance ab. Schlangenlinien waren zu sehen wo es gerade aus ging – teilweise konnte ich sogar auf dem Wasser gehen ohne Jesus zu sein. Ein paar Updates später war alles vergessen. Inzwischen würde ich sagen die FR220 ist eigentlich die perfekte Laufuhr. Sie unterstützt Trainings, lässt sich per Smartphone füttern und rückt die Daten auch wieder raus, sie hat einen Vibrationsalarm und ist handlich. Die Track-Qualität ist in den allermeisten Fällen sehr gut.

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der erste Testlauf und gleich daneben

Nun kaufe ich also die Garmin Fenix 3 – die noch neuere Uhr, die nicht nur GPS kann sondern auch Glonass (wie mein Garmin Edge 510 auch – der tlw. so genau aufzeichnet das man exakt erkennen kann auf welcher Spur ich gefahrne bin) und schon beim ersten Lauf fühle ich mich zurückversetzt. Der erste Testlauf verfrachtet mich direkt in eine Reha-Klinik … also rein Datentechnisch natürlich. Start gedrückt habe ich gut 250m entfernt und erst als ich nach ca. 1,5 Minuten an dem Parkplatz vorbeigelaufen war hatte die Fenix die Strecke. Das war ärgerlich – immerhin war meine Erwartung, das die GPS-Qualität steigt und nicht sinkt!

Dazu kam ein Halbmarathon der nur 19,8km lang war und einer mit 20,7km. Garmin räumt selbst ein, das es noch GPS-Probleme gibt.

Als Hauptproblem habe ich ausgemacht, dass die Anzeige für den GPS-Link einfach zu früh kommt. Blendet man sich ein Feld für Geschwindigkeit ein, zeigt die Uhr trotz angeblich vorhandenen Link noch eine Geschwindigkeit von 2-3km/h an. Inzwischen laufe ich erst los, wenn die Geschwindigkeit 0,4km/h oder kleiner wird.

Die Garmin Fenix 3 schneidet dann immer noch Kurven ab – allerdings passen die Distanzen auf meinen Hausstrecken dennoch zu den Ergebnissen der FR220.

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die Fenix 3 kann auch Rad, besonders praktisch wenn man den Weg zur Arbeit aufzeichnen möchte

Ein interessanter Fakt ist übrigens, dass die GPS-Ergebnisse beim Radfahren quasi störungsfrei sind.

Beispielsweise laufe ich eine Strecke in einem kleinen Einschnitt bei dem es danach unter einer Brücke durchgeht. Danach hatte selbst die FR220 ein paar Meter Abweichung – die Fenix ein paar mehr. Fahre ich die gleiche Strecke mit dem Rad ist der Track fast auf der Originalstrecke.

Ich kann nur meine Vermutung äußern, aber ich glaube die Armbewegungen machen der Fenix 3 das Leben schwer. Bleibt zu hoffen, dass Garmin das (ähnlich der FR220) durch bessere Datenaufbereitung in den Griff bekommt.

Für mich ist das ganze auf jeden Fall kein Show-Stopper, aber man sollte sich von der Erwartung frei machen, dass jedes neue Produkt automatisch viel besser wäre als das alte.

Die Garmin Fenix 3 beim Laufen

Wenn sie denn aber mal mitmacht, dann feuert die Fenix ein wahres Datenfeuerwerk für den geneigten Datensammler ab. Was kann man nicht alles messen, aufzeichnen, auswerten.

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über IQ Connect lassen sich spezielle Datenfelder hinzufügen, wie hier die Durchschnittsgeschwindigkeit der letzten Minuten

Nach wenigen Minuten laufen piept die Uhr erstmal fröhlich um (auf Basis der HRV) den Erholungsstand mitzuteilen. Während des Laufs kann man sich eigentlich fast alles anzeigen lassen, Anstieg, Abstieg, Himmelsrichtung in die man läuft, Luftdruck, aktuelle Höhe, Tempo, Sonnenuntergang, verstrichene Zeit und was weiß ich nicht alles. Das ganze ist individuell auf 10 Datenseiten mit bis zu 4 Daten einstellbar. Somit könnte man sich während des Laufs mit 40 verschiedenen Daten berieseln lassen, gleichzeitig noch eine Karte des Tracks einblenden und die Laufeffizienz einblenden lassen. Für viele Läufer würde das übrigens bedeuten, dass sie schon wieder Zuhause und geduscht sind, bis sie das erstmal durch haben.

Zusätzlich bietet der IQ Connect Store noch spezielle Datenfelder wie z.B. ein grafisches Höhenprofil (sieht ein bisschen aus wie Gameboy tut aber seinen Zweck) oder besondere Berechnungsmethoden wie die 2min Pace – die im Rennen ganz sinnvoll sein kann.

Die Felder lassen sich für verschiedene Sportarten einstellen, somit ist für jeden etwas dabei und keiner kann sich mehr beschweren er hätte nicht genügend Daten in der Ansicht. Mit von der Partie ist übrigens auch der Virtuelle Pacer, den ich bei der FR410 hatte bei der FR220 gar nicht wirklich vermisst habe. Die Liste der Möglichkeiten ist aus meiner Sicht wirklich schon fast unendlich. Allein schon die ordentliche Konfiguration nach Läuferwunsch kann für mehrere Profile (Laufen, Wettkampf, Trailrunning usw.) 1h oder mehr in Anspruch nehmen.

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die Laufprognose ist zwar schmeichelhaft, aber „leicht“ unrealistisch

Ist man mit dem Training fertig bekommt man einen Vorschlag zur Erholungszeit (bisher immer zu lang) sowie eine Anzeige des geschätzen (!) VO2Max Wertes. Absolut sollte man diese Werte (wie so oft im eigen organisierten Training) nicht betrachten, eine Entwicklung wiederum ist sicher sinnvoll. Daraus ergeben sich auch Wettkampftempi die – sagen wir mal vorsichtig … etwas optimistisch sind.

Darüber hinaus sammelt die Uhr Daten über längste Strecke, schnellste Meile usw. und schickt das alles auf Wunsch direkt nach der Aufzeichnung an das Smartphone und damit in die Cloud um dort in Garmin Connect oder in Strava bewundert werden zu können.

Um das ganze abzukürzen vielleicht noch die Frage, was die Garmin Fenix 3 nicht kann? Da muss ich nämlich wirklich lange überlegen. In der Funktionalität und Flexibilität bietet die Uhr quasi alles, was ich mir von einer Sportuhr wünsche, vielleicht ist es eher das drumherum. Man kann den GPS-Modus zwar verlassen und die Aufzeichnung fortsetzen, allerdings erhält man dann zwei Aufzeichnungen die miteinander verknüpft sind. Möchte man einen Track haben, muss man die Uhr im GPS-Modus belassen (was den Akku belastet

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die Fenix weiß wo es lang geht – wenn man es ihr vorher sagt ;-)

Darüber hinaus kann die Fenix zwar wunderbar Tracks zum nachlaufen anzeigen (die bekannte „Wurmnavigation“), allerdings bekommt man diese nicht mehr so einfach auf das Gerät wie das bspw. mit meinem Edge 510 der Fall ist. Der Ordner „NEWFILES“ in dem man ein TCX legen kann ist nämlich erstmal nicht da.

Inzwischen weiß ich, da ist er schon, aber versteckt. Sprich den Workaround über Garmin Connect (dessen Mapping-Tool leider nicht wirklich das beste ist) kann man sich vielleicht doch sparen.

Sprich es sind aus aktueller Sicht Kleinigkeiten und damit ist die Garmin Fenix 3 in meinen Augen aktuell auch die kompletteste Sportuhr am Markt.

Fazit

Die Fenix ist ein Activity Tracker (wie das ganze Funktioniert und welche Auswertungsmöglichkeiten es gibt, beschreibe ich nicht nochmals separat, dazu einfach in den Vivosmart-Artikel gucken), eine minimal Smartwatch, eine Sportuhr und eine halbswegs alltagstaugliche Uhr.

Das sind viele kleine Dinge die zusammen ein interessantes Bündel ergeben und für mich auch den Grund, warum ich sie behalten habe. Ein Activity Tracker den ich zum Sport abmachen muss wenn ich GPS haben möchte ist Quark – Problem mit der Fenix gelöst. Eine Uhr die ich im Alltag tragen kann und gleichzeitig meine Fahrt mit dem Rad in die Arbeit aufzeichnen kann … ist praktisch, denn den Radcomputer vergesse ich eh. Eine Uhr die Smart Notifications zeigt, kann eine Last sein – aber auch nützlich wenn man eine Vorselektion vornimmt. Zudem steuert die Uhr auf Wunsch auch den Musikplayer am Smartphone.

In den Kernfunktionen bietet die Uhr sowieso das gleich wie alle anderen Mitbewerber auch. Die GPS-Qualität ist keinesfalls Spitzenleistung, das sollte man klarstellen, aber wenn man den o.g. Trick beachtet ist sie nicht schlechter als andere Produkte am Markt.

Dafür habe ich Dinge bekommen, die ich zwar nicht vermisst habe aber mich freue das sie da sind. Der barometrische Höhenmesser ist da ein Beispiel, ebenso wie die Laufdynamikmessungen.

Wer im Garmin-Universum Zuhause ist, die Möglichkeiten und das Portal mag bekommt mit der Fenix 3 die sicher kompletteste Sportuhr mit Extras.

Sollte es noch Fragen zu Uhr geben, nur zu – ich versuche sie gerne zu beantworten. Sicherheitshalber möchte ich an dieser Stelle übrigens noch anmerken, dass ich die Uhr gekauft habe und keinesfalls zum testen oder sogar kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe. Darum ist und bleibt dieser Bericht auch rein subjektiv (wie immer eigentlich).

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22 Comments

  1. Danke für den Bericht!

    Wie zufrieden bist du denn mit der Genauigkeit der GPS-Aufzeichnung und der Anzeige der Pace?
    Das waren die Knackpunkte die mich von der Fenix wieder abgebracht haben.

    • Hi Steve, die GPS Aufzeichnung habe ich gefühlt mittlerweile im Griff durch den o.g. „Trick“. Ich war diese Woche einmal auf Singletrails im Wald unterwegs – Qualität nicht 100% aber so wie ihc es erwartet habe. Dazu ein Lauf auf fremden Terrain mit der Wurmnavigation – wirkliche Abweichungen lt. Uhr gab es nicht, es ging auch am Schluß im Tal zurück. Dort lief ich auch mit meiner FR220 fast immer im Fluss. An der kritischen Stelle auch mit der Fenix, allerdings passte immerhin die Distanz (dort stehen KM-Steine).
      Die Pace nutze ich seitdem ich eine Garmin habe nur als Durschnittspace gesamt und Durschnittspace aktuelle Runde. Das funktioniert so gut/schlecht wie die Trackqualität. Bisher habe ich ein programmiertes Training absolviert, da lag die Pace daneben (in der Nachbetrachtung auch der Track).

  2. Auf den Bericht von dir war ich schon sehr gespannt, ich war mir auch nicht sicher, ob du sie behalten wirst.
    Hast du schon mal überlegt sie gegen ein neues Modell auszutauschen? Hört sich happig an, wenn das GPS gleich beim ersten Lauf abschmiert. Vieles – auch bei der 920XT etwa – hört sich für mich nach verschiedenen Chargen an. Die wechselnde Qualität finde ich immer sehr schade.
    Zwei Fragen hätte ich auf die Schnelle:
    Wie machst du das eigentlich mit der Laufdynamik, wird die von Strava erfasst?
    Das grafische Höhenprofil habe ich mir auch angesehen, konntest du daraus einen Nutzen ziehen?

    Manche Macken kommen mir übrigens teilweise bekannt vor; vielleicht richten die Updates noch etwas :/

    Liebe Grüße,
    Markus

    • Wirklich unzufrieden bin ich eigentlich gar nicht – vor allem, weil die GPS-Performance auf dem Rad bspw. tadellos ist. Da Garmin selbst eine Lösung per FW-Update angekündigt hat, bleibe ich erstmal dabei. Mein Vorteil ist allerdings das ich ein echtes Schnäppchen machen konnte – hätte ich die vollen 500 EUR gezahlt wäre ich sicher nicht so geduldig.

      Zu Deinen Fragen:
      Ich lade die Daten noch in Runalyze dort und in Garmin Connect gucke ich da mal nach. So richtig viel Nutzen habe ich noch nicht draus gezogen, aber da ich am Ende der Saison plane gezielt die Schrittfrequenz zu erhöhen werde ich mich damit vllt. mehr auseinandersetzen.

      Das grafische Höhenprofil ist eine Spielerei, mehr nicht – zeigt immerhin die letzten HM an, dafür reicht aber auch der kummulierte Anstieg (auch pro Runde).

      VG
      Daniel

  3. Servus Daniel,

    danke für den Test. Dieser bestätigt allerdings meine Vermutung aus den Vorberichten, welche ich bei meiner Entscheidung gelesen hatte. Ich hatte überlegt auf die Fenix 3 zu waren oder doch Suunto noch mal eine Chance zu geben. Gerade aber die GPS-Daten finde ich wichtig und da bin ich jetzt mit der Ambit 3 mehr als zufrieden.

    Wünsche Dir dennoch viel Spaß, denn optisch gefällt sie mir schon sehr gut.

    VG
    Patrick

    • Wenn es etwas neues gibt, werde ich sicher hier auch berichten. Das Optimum findet man sowieso selten und mein Punkt für die fenix3 ist, dass es Spaß macht sie zu benutzen und ich erstmal soweit zufrieden mit GPS bin, dass ich mich nicht ärgern muss ;-)

      VG
      Daniel

  4. … ich kann mich über das GPS-Signal der Fenix3 auch nicht beschweren. Zum Beispiel das oben gezeigte Beispiel des Trackverlaufs zum Start taucht mit jeder anderen GPS-Uhr ebenso auf, wenn das Signal zu Beginn eben nicht ganz stimmt. Und dann muss man entweder etwas mehr Geduld haben oder sich mit leichten Abweichungen zufrieden stellen. (Wenn ich an so manche Kritik im Garmin-Forum denke, frage ich mich, wozu sie die Uhr nutzen wollen, wenn kleine Abweichungen sie so auf die Palme bringen …)

    Und ansonsten: Vor allem im Vergleich zur Fenix2 ist die Fenix3 ein wunderschönes Prunkstück!

  5. Auch wenn ich nicht sagen will, dass die GPS-Qualität schlecht ist … es geht mir eben auch um das oben geschriebene. Die Erwartung ist da, das ein neues Produkt automatisch besser ist – ist die Uhr ja auch, aber nicht hinsichtlich GPS sondern der Funktionsvielfalt und den neuen Möglichkeiten.

    Ich hab es schon an anderer Stelle geschrieben – mit de FR220 war ich auch ziemlich unzufrieden und war kurz davor sie zu verkaufen, bis ein FW Update alles gerettet hat. Für mich persönlich (also psychologisch) reicht es schon, wenn die Uhr keinen all zu großen Mist macht – dann gucke ich mir die Qualität der Tracks schon gar nicht mehr so genau an.

    Wenn ich allerdings sehe, was für eine 1A-Qualität die Fenix3 beim radfahren liefert (bei Pendelstrecken kann man die beiden Linien manchmal nicht mal nebeneinander erkennen) und wie das beim Laufen abweicht kann ich das ein oder andere gejammer aber schon verstehen.

  6. Ein schöner Bericht: vielen Dank dafür! Ich war mit Garmin seit Beginn meiner Lauf“karriere“ immer zufrieden, hab mich aber letzten Sommer zum V800 von Polar hinreißen lassen. Obwohl insgesamt ein toller Laufcomputer, beherrscht das über 400 Euro teure Teil bis heute keine Routen-Navigation, obwohl das letzten Sommer als Software-Update zugesichert war.

    Ich bin ein absoluter Fan davon, mit Garmin Connect unbekannte Strecken zu erstellen und dann abzulaufen. Wenn Polar das bis Ende des Jahres nicht auf die Reihe bekommt, werde ich nächstes Frühjahr auch eine Fenix 3 an meinem Arm tragen. Und zwar Tag und Nacht. Und dann wird auch nicht mehr zu einer anderen Marke gewechselt. ;-)

    • Kann ich gut verstehen Eddy – die V800 war letztes Jahr genau das was gefehlt hätte, aber ich mag Garmin, ich habe passendes Zubehör und die Uhr sieht einfach unheimlich gut aus. Da bleibt ja quasi zu hoffen, dass Polar das nicht hinbekommt – du wirst sicher nicht enttäuscht sein ;-)

  7. Hallo Daniel,

    Ich habe deinen Bericht mit Begeisterung gelesen. Vielen Dank für deine Mühen. Du hast deine Erfahrungen sehr Anwendertreu beschrieben.
    Ich selbst habe zurzeit die Polar V800 in Verwendung und bin „eigentlich“ sehr zufrieden damit. Bis auf die fehlende Navigation funktioniert alles einwandfrei. Auch NULL Probleme mit GPS.
    Die Fenix 3 ist halt neu und „anders“ und hat deshalb einen Reiz für mich. Aber jetzt nur deswegen umzusteigen ist halt so eine Sache. Dein Bericht hat mir auf jeden Fall weitergeholfen.

    Herzlichen Dank nochmals.

    Viele Grüße Christoph

  8. Hallo Daniel,

    Danke für den ausführlichen Bericht. Bin auch am überlegen ob ich mir die fenix 3 oder die suunto ambit 3 holen soll. Für mich sind vorallem die Mountainbike daten interessant das heist totalle höhe, gefahrene höhenmeter, aktuelle/ durchscnitts geschwindigkeit eventuell steigung. Ich weis das die Suunto ambit das alles bis auf steigung alles kann, aber kann die Fenix 3 das auch? Hab im internet leider überhaupt nichts dazu gefunden.
    Danke!!

    • Hi Florian, alles was Du aufzählst kann die Fenix3 – allerdings wundert mich, dass es die Ambit3 nicht können soll. Die Peak hat sehr wohl einen barometrischen Höhenmesser.
      Die Fenix3 hat den auch integriert. Höhenmeter, aktuelle Höhe, gesamter Anstieg, Meter pro h, wird alles live angezeigt. Geschwindigkeit ist sowieso kein Thema. Einfachste Tracknavigation kann sie auch. Also auch fürs Fahrrad kein Thema.
      Viele Grüße
      Daniel

  9. Hallo Daniel,
    ich habe momentan leider recht große Probleme mit meiner Fenix 3. Heute war es besonders schlimm. Plan war es 26 Km zu laufen und ich habe mich schon gewundert, dass ich so früh wieder daheim war und das noch in einer so guten Zeit. Beim laufen hat es sich garnicht so schnell angefühlt. Das war mir recht komisch. Tja am PC bin ich die Strecke mal nachgegangen und musste leider feststellen, dass ich real nur rund 19 Km gelaufen bin. Das sind einfach 7 Km unterschied. Deswegen wurde mir auch eine so schnelle Pace angezeigt. Mit der Pace hatte ich übrigens auch die ganze Zeit Probleme. Die Durchschnittliche Pace war immer unter der aktuellen Pace. Sehr seltsam. Ach und mit der Funktion „Schritte pro Tag“ habe ich auch Probleme. Diese werden nämlich nicht auf die Webseite bzw. der App übertragen. Hattest du auch schon solche Probleme? Vill kannst du mir da helfen oder das nächste Update.
    Liebe Grüße
    Milan

    • Hallo Milan,

      solche Abweichungen kenne ich ehrlich gesagt nicht. Ist denn die FW aktuell? Ansonsten kann man (egal bei welcher Uhr) darauf achten, dass der GPS-Link auch sicher da ist. Dazu habe ich eine Seite eingerichtet die das Tempo in km/h anzeigt – wenn der GPS Link sicher ist, schwankt er maximal zwischen 0,1 und 0,6km/h. Ab da kann man mit guten Ergebnissen rechnen.

      Die Schritte pro Tag werden bei mir kontinuierlich übertragen. Vielleicht hier mal die App neu installieren und die Uhr neu pairen. Funktioniert denn sonst die Übertragung auf das Smartphone?

      VG
      Daniel

  10. Ganz Ehrlich.
    Hatte jetzt die M400 von Polar. Die TomTomMultisport Cardio. Die Suunto Ambit 3 Sport. Und jetzt seit einer Woche die Fenix 3.
    Die Fenix 3 ist garkein Vergleich zu den vorher genannten.
    Habe bis jetzt beste GPS Ergebnisse und kann auch sonst nur positiv darüber berichten.
    Konnte bis jetzt nur einmal den HR-Gurt nicht verbinden. War etwas ärgerlich aber ich denke ich war einfach zu doof. :-D
    Und die Update Politik von Garmin sollte evtl. nochmal überdacht werden.
    ANSONSTEN TOP!!

  11. Inzwischen gibt es wirklich wenig zu mäkeln – das einzige Problem ist wohl, dass einige Modelle auf dem Markt sich, die einfach immer Probleme machen.
    Die richtigen Ausreißer sind mit den letzten Updates aber verschwunden, ansonsten bietet die Uhr eben ein gutes Bündel an tollen Funktionen.
    Ich nutze z.B. die Fenix so häufig wie keine andere Uhr und lasse selbst beim Fahrradfahren (unter 4h) den Radcomputer Zuhause.

  12. Vielen Dank für dein Bericht. Ich komme aus der Polarwelt und daher ist Garmin Neuland für mich. Ich habe jetzt seit 3 Tagen die Fenix3 und bin eigentlich sehr zufrieden. Allerdings habe ich festgestellt das ich auf meinen Hometrails erhebliche Abweichungen der Höhenfunktion hab. Die Polar m400 hat per gps gemessen. Die Fenix 3 ja per Barometer. Hatt da jemand Erfahrung was genauer ist. Bzw wie man die Uhr möglicherweise einstellt oder kalibriert? Vielen Dank Mfg Marco

    • Hi Marco, die barometrische Höhenmessung ist deutlich genauer. Wenn Du mal in Garmin Connect zwischen Höhenkorrigert und nicht umschaltest sieht man das recht gut. Das GPS/Datenbasierte Profil ist viel sprunghafter – das barometrische gleichmässiger.

      Zum kalibrieren ist es gut wenn Du deine Höhe kennst oder an einem Messpunkt stest. Bei der Anzeige der aktuellen Höhe als Widget den Start/Stopp-Knopf drücken. Dann kannst Du kalibrieren und die aktuelle Höhe eingeben.

      Es ist auch möglich einen fixen Punkt einzugeben. Also bspw. Zuhause die Höhe fix übernehmen, wenn man den Punkt erreicht kalibriert die Uhr selbstständig auf diese Höhe.

      Abweichungen gibt es immer, as liegt an der Art und Weise der Messung. Bei mir Zuhause liege ich so +/- 10-15 Meter – je nach Wetter/Temperatur und ob ich gerade auf Dienstreise war oder nicht. Finde ich ziemlich genau.

  13. Super vielen Dank. Ich werde es mal testen. Hab sie bei der Kalibrierung auf Einmal stehen. Stand heute vor nem schild mit Höhenangabe von 520hm auf der Uhr stand 510. Top

    • Hallo Martin, die GPS-Qualität ist mit der aktuellen Firmware-Version deutlich besser. Die Tracks sind jetzt optisch zwar „zittriger“, allerdings stimmen die Distanzen mehr und es werden weniger Kurven geschnitten. Während meine ersten 2 Halbmarathons mit der Uhr noch bei 20km lagen, hatte ich zuletzt 21,1km (wobei die Strecke wahrsch. 21,3 war).

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