Sophienberg

Sophienberg – 23km Longjog

Sophienberg

Sophienberg 595hm

Manchmal geht es schneller als erwartet, denn ich habe den Sophienberg erklommen – eines der Ziele, an die ich vor kurzem nur im Traum dachte. Witzigerweise ist dieser Lauf auch ein Gegenpol zu meinem gestrigen Beitrag – denn noch vor 2 Wochen hätte ich gedacht, so einen Lauf schaffe ich frühestens in ein paar Monaten. Gerade geht es mir gut – bleibt natürlich zu hoffen, dass ich mir keine Überlastung eingehandelt habe. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, alles OK.

Longjog zum Sophienberg

Der Sophienberg ist die höchste Erhebung in direkter Umgebung von Bayreuth mit 595 m NN. Bei so gut wie jedem Lauf sehe ich den Berg und so ist unterschwellig der Wunsch entstanden den Berg auch laufend zu erkunden.

Landkarten

Eat this Google-Maps

Erst vor kurzem habe ich aktuelle Landkarten erworben, da die in meiner Familie zwar Landkarten vorhanden sind, die passende Wege aber schon überbaut wurden, weggeackert sind oder verlegt wurden, wurde es also höchste Zeit.

Bewaffnet mit den neusten Informationen über Wanderwege war der Weg zum Sophienberg gar nicht mehr so weit – und je länger ich mit dem Gedanken beschäftigt war um so eher war ich überzeugt, dass es klappen kann. Der Longjog vor zwei Wochen (21km mit 310hm) war dann der letzte Anreiz – was da ging, geht auch etwas weiter und etwas höher.

Morgens halb Sieben in Oberfranken

Heute war es so weit, während meine Familie friedlich schlummert klingelt mein Wecker um 6 Uhr früh. Nach einem Kaffee geht es los. Schnell noch den neuen Laufrucksack (Salomon Agile 12) mit Wasser befüllt, Karte noch in den Rucksack und los gings.

Die ersten Kilometer laufe ich auf dem Radweg in den nächsten Ort. Es ist angenehm kühl, die Sonne bringt die Felder und Wälder zum leuchten. Nach 3,5 Kilometern wird es feucht am Rücken … mist … Trinkblase ist aufgegangen. Also schnell wieder zu machen, alles fixieren und weiter.

Ich halte mich auf dem Radweg BT 7/8, in dem Ort treffen sich mindestens 5-6 verschiedene Wanderwege. Nach dem Sportplatz von Mistelbach geht es rechts in den Wald, voller Schwung renne ich an einem Schild vorbei, bei dem jemand deutlich gemacht hat, dass voraus nur Privatgelände ist. Also wieder zurück – und den „Postreiterweg“ entlang. Postreiter gibt es da nicht mehr, dafür einen spaßigen Singletrail, bei dem es am Ende kräftig bergauf geht.

Nach kurzer Zeit kam ich in Gesees wieder auf den Radweg und es ging langsam aber sicher zum Sophienberg hinauf. Auch wenn es schwer wurde, aber hier ging es noch ohne Gehpausen. Der weg windet sich um den Berg nach oben, leider bin ich einmal falsch abgebogen und stand ein einer wirklich steilen Rampe. Hier zu laufen wäre irrsinn gewesen, also ging ich zwischen Walderdbeeren und Brennesseln nach oben. Die letzten Meter bis zum höchsten Punkt des Sophienberg konnte ich wieder laufen – oben entstand auch das erste Bild.

Danach auf dem Postreiterweg auf einem Singletrail zügig den Sophienberg wieder runter. Hier habe ich auch irgendwo meine Kamere verloren, aus Blödheit habe ich das Fach im Rucksack mit der Kamera nicht sauber geschlossen. Nun ist meine Laufkamera inklusiver toller Bilder dieser Strecke verschwunden. Auch ein nochmaliges abgehen dieses Abschnitts hat nichts gebracht – es ist eben Sonntag, bestes Wetter und wenn sie irgendwo sichtbar lag freut sich jetzt jemand über die Kamera Frown.

Ab hier ging es nur noch auf Asphalt weiter, die ganzen Höhenmeter wieder hinunter in die Stadt. Zeit mit wenig Aufwand etwas Tempo zu machen. Über Obern- und Unterschreez, Thiergarten, Destuben wieder nach Bayreuth und auf einer meiner Standardstrecken vom Röhrensee wieder nach Hause. Natürlich nicht ohne vorher noch einen Abstecher in die Bäckerei zu machen um die Kalorien wieder aufzufüllen, die ich auf den knapp 23km gelassen habe.

runalyze.de22,8 km Langer Lauf am 14.07.2013

2:15:495:57/km150bpm337 hm

http://run.42.einsneunfuenf.de/shared/4e

Fazit

Ziele und Träume sind gut – in dem Fall bin ich nicht davor erstarrt, hab mich getraut und ein tolles Laufabenteuer erlebt. Spektakuläre Sichten, tolle Wege und richtig viel Spaß – natürlich auch die Gewissheit, dass ich so etwas aushalten kann. Der restliche Tag macht einfach nur Spaß. Nach einem ausgiebigen Frühstück gings mit dem Besuch in den Biergarten.

Die Beine, Knie und Füße fühlen sich an wie immer. Diese Strecke werde ich öfter mal laufen, sie ist eindrucksvoll und lässt sich auch problemlos erweitern. Wenn man eine Schleife zur Rotmainquelle einbaut ist man schon beinahe bei 30km.

Jetzt lehne ich mich entspannt zurück, genieße meinen Erdbeer-Smoothie und lege die Beine hoch.

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