stabi the Blogger!

Ich bin ein Verfechter davon, zu eigenen Fehlern zu stehen. Schon weil es so anstrengend ist, ständig den Anschein erwecken zu müssen, man hätte gar keine. Andererseits fällt es leichter, zur passenden Gelegenheit dort um Hilfe zu bitten, wo Spezialisten am Werk sind. Eine meiner sportlichen Schwächen habe ich schon mehrfach hier im Blog thematisiert. Bei meinem Lauf- und Radtraining habe ich den Titel Trainingsweltmeister zum greifen nahe. Irgendwo quetsche ich Morgens oder Abends noch eine Laufeinheit rein oder nutze den Weg ins Büro für ein Bike-to-work. Der Erfolg dieses Jahr spricht für sich, ich konnte den Trainingsumfang deutlich steigern.

die Rumpfmuskulatur des Autors (Symbolbild)

die Rumpfmuskulatur des Autors (Symbolbild)

Aber … eines gerät dabei jedes mal aufs Neue in Vergessenheit. Egal wie oft ich es in den letzten Jahren versucht habe – die allgemeine Athletik im Sinne von Laufkraft, Rumpfstabilität und ähnlichen bleibt auf der Strecke. Dabei bin ich grundsätzlich bestens gerüstet. Zuhause warten eine Turnmatte; mehrere Farben, Längen und Stärken von Therabändern; ein Springseil (sogar ein zweites im Dienstreisekoffer); ein MaxxF-Übungsbuch und auch die berühmte „7-Minutes“ App auf mich. Meine sämtlichen Bemühungen, das Thema Rumpfstabilität in den Griff zu bekommen, beginnen meist im Winter. Da ist es kalt und dunkel … und meistens bin ich froh, wenn ich die vorgegebene Trainingseinheit erledigt habe. Statt noch ein paar Kilometer mehr durch die kalte Dunkelheit zu traben oder auf dem Rollentrainer zu schwitzen, nutze ich die Zeit und mache brav die Übungen. Auch dieses Jahr – 1,5h MaxxF pro Woche waren am Jahresanfang noch drin. Mit spür- und sichtbarem Erfolg. Leider nur eine kurze Liaison – so bald es wärmer und heller wurde, habe ich die Einheiten links liegen lassen. Aktuell liegt mein Pensum bei 0h innerhalb der letzten 3,5 Monate.

Trick 17 mit(ohne) Selbstüberlistung

Was habe ich nicht alles schon versucht. Ich habe mir Regeln auferlegt. Für jeden gelaufenen Kilometer wollte ich 1 Minute Stabi-Übungen machen. Rohrkrepierer! Ich wollte die dröge Welt der Kraftübungen in meine glitzernde Welt der Portale und Auswertungen überführen und habe angefangen die Einheiten ins Trainingstagebuch einzutragen. Nur ein Strohfeuer! Den Plan einfach Morgens früher aufzustehen um die Einheiten vom restlichen Sport getrennt in den Alltag einzubinden habe ich erst gar nicht zu Ende gedacht. Totale Pleite! Ehrlich – ich bin von mir selbst entsetzt. Nicht gerade wenig Menschen in meinem Umfeld meinen, ich würde quasi alles mit reinem Willen erreichen. Wenn die nur wüssten, was für ein armes Würstchen ich bin, wenn es um ein paar Minuten für die beanspruchten Teile des Körpers geht. Deswegen – und weil mir in letzter Zeit einfach zu oft der Rücken weh tut oder meine Schultern verspannt sind – muss ich hier einen neuen, einen richtigen, DEN Anlauf starten. Wann ist der Zeitpunkt besser, wenn nicht jetzt? Die erste Saisonhälfte ist vorüber, der Trainingsplan für den Juli beinhaltet keine harten Einheiten, nur viele lockere Kilometer (nennt sich Sommerregeneration) und danach geht es steil auf den Berlin Marathon zu.

Routinetätigkeiten

Wenn ich etwas über meine Eigenmotivation in den letzten Jahren gelernt habe, dann das ich einen Anreiz zum Einstieg benötige und eine Routine von mind. 4 Wochen um das ganze zu festigen. Und hier wird mein Blog interaktiv und ihr lieben Leser kommt ins Spiel:

stabi the Blogger!

helft dem krummen, schwächlichen Typen! Innerhalb 4 Wochen möchte ich wieder eine Stabi-Routine erreichen. Dazu brauche ich Eure Hilfe! Fordert mich heraus! – Stellt mir Aufgaben! – Gebt mir Anreize!

Stabi the Blogger Challenge

Wie das ganze funktioniert? Ganz einfach, schreibt hier in die Kommentare oder per Twitter, Instagram bzw. auf meiner Facebook-Page mit dem Hashtag #StabiBlogger welchen Herausforderungen ich mich im Juli stellen soll.

Ich hoffe, es kommen 20 Herausforderungen zusammen, die ich dann im Juli abarbeiten möchte. (werden es mehr, dann lose ich 20 beliebige aus)

Dabei setze ich natürlich drauf, dass Ihr mich nicht umbringen wollt! Denkt‘ dran – hier schreibt eine Stabi-Nudel die weit weg von „al dente“ ist. Je realistischer die Übungen sind, um so länger könnt ihr mich leiden sehen. Wenn ich nach einer Woche schon kaputt gehe hat doch keiner was davon.

Ich möchte wieder reinkommen, neue Übungen kennenlernen und Möglichkeiten das ganze Thema in den Alltag einzubringen – und dafür setze ich auf eure Kreativität, über Ideen und eure heimliche Schadenfreude wenn ich mein Mimimi zum Besten gebe.

Gerne könnt ihr mich mit einer bestimmten Übung auch herausfordern – die Wahrscheinlichkeit das Ihr gewinnt ist ziemlich groß!

Also … Feuer frei, packt eure liebsten Übungen aus, schreibt mir, womit ich mich abkämpfen soll und wie ich meine Muskeln zum brennen bringe. Linkt mir ein Video, eine Anleitung oder erklärt es mir kurz und ich versuche die Herausforderung anzunehmen.

P.S.: Den aktuellen Stand, was schon vorgeschlagen wurden, findet ihr hier in einem Google Docs Dokument.

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16 Comments

  1. Ich würde nichts verlangen, was ich nicht selbst schaffe. Macht ja sonst keinen Spaß. Man muss nur den Dreh mit dem Gleichgewicht raushaben, dann wird es jeden Tag besser :).

  2. Also… da ich eine Challenge mit meinem Trainer laufen habe, fordere ich dich heraus ;-)

    Klappmesser…

    http://www.youtube.com/watch?v=OeWIGt_ooTo&w=420&h=315

    alle 2 Tage 10 Stück in der ersten Woche… was meinst du?

    oder etwas anderes ist auch noch (für den unteren Rücken:
    Bauchlage und Arme und Beine in die Luft (gestreckt) und das ganze für 30s halten…

    oder Planks…..

    —-

    im übrigen habe ich mir angewöhnt diese unleidlichen Übungen inkl Dehnen VOR dem zu Bett gehen zu machen…da bin ich eh bequem angezogen und 5 Minuten sind schnell rum… ;-)

    • Klappmesser habe ich noch nie versucht, die nehme ich gerne auf.

      Den „Superman“ hingegen kenne ich schon. Es gibt kaum eine andere Übung die so einfach aussieht, aber bei so wenig Bewegung so anstrengend ist.

      Den Tipp, das ganze Abends zu machen nehme ich auch mit auf. Das ist ein interessanter Ansatz. Aus ähnlichem Grund hatte ich die Idee das ganze Morgens zu machen, allerdings ist das mein Körper keinesfalls bereit irgend eine Leistung zu erbringen *g*

  3. Einen Monat um folgendes zu Erlernen: 100 Burpees auf Zeit.

    erste Woche 10 Burpees/Tag, zweite Woche 15B/T, usw Abschluss 100 B. in möglichst kurzer Zeit.

    Du wirst Muskelkater haben, wo du bisher keine Muskeln vermutet hast. An dieser schönen Aufgabe würde ich mich sogar beteiligen. Wer macht noch mit?

    • Das letzte mal als ich Burpees ausprobiert habe, hatte ich gefühlt nach Nummer 3 HFMax erreicht und am Tag darauf höllischen Muskelkater.

      100 klingt für mich einfach irre – weil ich von den isolierten Übungen vllt. maximal 100 Squads schaffen würde, aber weder 100 Pushups noch Frogger-Jumps.

      Aber ich habs ja versprochen und schreibe es in die Liste.

      ANGST!!! :-)

  4. Es gibt die 30 Tage Plank-Challenge, da kommt man in 30 Tagen auf 5 Minunte.
    Ist ne harte Sache.

    Ich habe mich mittlerweile auf Wohlfühl-Länge,
    2 Minuten morgens und 2 Minuten Abends eingeschossen…
    …klappt wunderbar.

    Da wäre doch mal was!

    Ansonsten…
    …echt coole Aktion!

    • Prima Vorschlag – das lässt sich ggf. auch gut einbauen. Planks sind die Übung, die ich eigentlich (wenn ich es denn tue) zusammen mit Seitstütz am häufigsten drin habe. Gehört auch quasi zu allen Programme, Apps, Übungsbüchern usw. die ich kenne.

      Auf Zeit habe ich aber noch nicht geplankt … mal gucken. Von allen Dingen die bisher vorgeschlagen wurden übrigens das, was ich glaube am ehesten erreichen zu können *g*

  5. Haha, das kommt mir doch so bekannt vor… Thera-Bänder, Matten, Handeln. Und am Ende ist doch wochen- und monatelang nichts passiert. Was aber mir halbwegs hilft – wenn nicht Stabilitäts-spezfisch, aber ganz klassisch jeden Tag 15 sauber (!) ausgeführte Liegestütze, am Besten mit „Liegestützgriffen“, alternativ auch mit Füßen auf dem Badewannenrand.

    Ansonsten sehr zu empfehlen:
    http://www.amazon.de/Core-Training-f%C3%BCr-Radsportler-Core-Power/dp/3944125428
    Leider scheitert bei mir auch noch an der konsequenten Umsetzung in der Praxis, aber viele gute, schnelle und praxisgerechte Übungen drin. Und wie Kathrin mache ich die Übungen (wenn ich sie denn mache) auch abends…

    • Liegestützen sind wirklich sehr effizient – nehme ich direkt mit auf. Durch das MaxxF Buch mache ich (wenn ich denn welche mache) eigentlich nur noch Diamond-Liegestützen. Die sind wohl relativ effizient.

  6. Ich selbst hasse Stabi-Übungen auch.
    Vor allem die klassischen Bodenübungen.
    Ganz kommt man allerdings nicht dran vorbei.
    Zur Ergänzung trainiere ich ganz gerne am Schlingentrainer. Da sind die Übungen nicht ganz so langweilig und man kann sich mit ein wenig Armunterstützung auch an schwierigere Übungen heranwagen.
    Ausserdem braucht es auch für die klassischen Kraftübungen am Schlingentrainer immer eine anständige Rumpfspannung.
    Da kommt die Stabilität fast von selbst! 😉

    Viele Grüße und Erfolg
    André

    • Von Langweilig kann gar keine Rede sein. Deswegen mache ich die im Winter auch öfter, dabei guck ich dann TV o.ä.

      Schlingtraining mache ich ja auch, aber mein Gewicht ist ein anderes Thema :D
      Über Schlingentrainer hab ich schon viel gelesen, es gibt ja auch genug Sets die man auf Dienstreise mitnehmen könnte und an der Tür befestigt – allerdings ist das wie bei allen Dingen die Vorbereitung brauchen … mache ich 2-3x und dann wieder nicht.
      Schande über mich.

  7. Pingback: Stabi the Blogger Challenge | Endurange

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