Urlaubsplanung

Urlaubsplanung für Ausdauerdummies

Das Jahr hat begonnen, das Urlaubskonto ist prall gefüllt und die moderne Arbeitswelt erwartet von uns, dass wir schon heute an Morgen denken. Also nicht genau Morgen, sondern eher an das neue Jahr. In vielen Unternehmen ist es üblich bereits im Dezember die komplette Urlaubsplanung abzugeben, aber spätestens jetzt ist Schicht im Schacht – man muss sich Gedanken machen wann man wie urlauben will.

Nun haben wir Ausdauersportler bereits im Alltag das Problem all unsere Trainingseinheiten, die Vor- und Nachbereitung, das Waschen der Kleidung, das Pflegen der Ausrüstung und das Angeben im Internet unter einen Hut zu bringen. Sind wir mal froh, dass wir unser Hobby nicht als Nebenbeschäftigung beim Arbeitgeber anmelden müssen!

Wenn wir aber Familie haben dann… naja dann sollten wir etwaige Nebentätigkeiten durchaus anmelden. Vor allem wenn es um die Urlaubsplanung geht.

Immerhin gehen wir Partnern und Kindern mit viel Ausdauer das ganze Jahr über schon auf die Nerven. Die einfachste Lösung wäre im Urlaub einfach mal nichts zu machen (unglaublich!). Hin und wieder munkelt man, es würde tatsächlich Ausdauersportler geben, die das tun. Allerdings ist es wie beim Yeti … man hört von ihnen, hat sie aber noch nie gesehen!

Wer sich gegen die Yeti-Lösung entscheidet muss andererseits mindestens einen Logistikstudiengang absolvieren und so gut wie ein Geiselunterhändler sein; von Origami für Kofferräume und Zeitmanagement für Profis ganz zu schweigen.

Die Vorbereitung … Diplomatie für Fortgeschrittene

Bevor es aber überhaupt in die konkrete Planungsphase gehen kann stehen erst mal Verhandlungen an.

Wichtig in dieser Situation für den Hobbysportler ist … sein Gegenüber zu sondieren. Glücklicherweise bieten regelmässig anfallende Pausentage oder Regenerationszeiten genügend Spielraum den Partner durch subtile Fragestellungen und „zufällig“ eingestreute Erwähnung von gewünschten Urlaubszielen zu beeinflussen und Tendenzen zu erfahren.

Danach folgt die Festlegung der korrekten Strategie. Wer nicht in der vorteilhaften Lage ist Folterknecht in der CIA-Abendschule studiert zu haben, tut gut daran die subtile Beeinflussung so lange wie möglich fortzuführen.

Mögliche Szenarien sind spontan geöffnete Browsertabs mit gewünschten Urlaubszielen, zufällig in Gespräche eingestreute Wettkampforte in näherer Umgebung des Zielortes („Ach, da wo wir in Urlaub hin wollen, ist ja im ‚X-Monat‘ ja auch ein Traillauf … da schau an.“) oder man legt  – besonders subtil – den Trainingsplan für den Urlaubszeitraum, per Textmarker angestrichen, auf den Küchentisch.

Je nach Gefühlsregung des Partners gilt es danach weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Obacht! Sollten an dieser Stelle bereits Worte wie „Scheidung“ oder „Trennung“ fallen sollte sich die Urlaubsplanung besser doch nach der Yeti-Stratgie richten, denn anderenfalls könnte die Jahresplanung nachhaltig gestört werden.

Die Auswahl des richtigen Urlaubsortes

Hat der Partner nicht mit Gewalt oder schlimmeren gedroht, wenn es um die Kombination von Sport und Urlaub geht, ist das bereits die halbe Miete. Allerdings beginnt für den Hobbyathleten nun der aufwändigste Teil.

Immerhin gilt es nun Lauf- oder Radstrecken im Internet zu scouten, aus der Umfangreichen Ausdauersportausrüstung müssen die wichtigsten Teile auswählt werden und soll das treue Fahrrad Zuhause bleiben stellt sich die Frage aller Fragen – wann und wo was mieten.

Damit wäre der einfachere Teil der Ortswahl erledigt. Viel wichtiger ist die Frage nach dem wie!

Die wichtigste Regel für den Ausdauerhampelmann ist nämlich, wie man die richtige Balance zwischen Sport und den Mitreisenden findet. So sollte der Urlaubsort ausreichend Gelegenheiten bieten Partner/Familie/Freunde in geeigneten Verwahranstalten (Einkaufszentren, Schwimmbäder der Kategorie Spaßbad, Muesum, Strand u.ä.) unterzubringen, während man selbst dem Sportgenuß frönt.

Zusätzlich sollte der sportbegeisterte Urlauber die gewohnte Bereitschaft mitbringen Sporteinheiten in den Zeitraum zu verlegen, in dem Normalbürger noch bzw. schon schlafen. Glücklicherweise erweisen sich die Mitreisenden hier oft als derartig hilfsbereit, den Schlafbereich des Tages im Gegensatz zum Werktag um 1-2 Stunden auszudehnen.

Koffertetris … oder die Frage, wie packe ich das alles ein

Sind sämtliche organisatorische Fragen der Urlaubsplanung geklärt, die Familie beschwichtigt, der Urlaubsort gescoutet und ausgewählt, genügend Alternativbespaßung für die Mitreisenden gefunden geht es darum, bei Reiseantritt auch wirklich alles was wirklich wichtig ist an der Hand zu haben.

Sprich, Radhelm und Schuhe wenn man ein Rad mietet – oder das ganze Rad (sicher verpackt, versteht sich). Laufbekleidung und Wechselwäsche, Sportuhr und Brustgurt, das ein oder andere Gel sowie ausreichend Laufschuhe nicht zu vergessen. Zusätzlich noch Blasenpflaster, Kartenmaterial, Regenjacke, Sonnenschutz usw.

Hinzu kommen Dinge wie Trailstöcke, Rucksäcke und Co. die sich einfach dem unbedarften Miturlauber als Teil des Urlaubsgepäcks unterschieben lassen (also wenigstens in den Bergen).

Um unnötiges Konfliktpotential zu vermeiden, sollte ein Großteil der Ausrüstung im normalen Reisegepäck untergebracht werden. Eine Steigerung der Koffermenge um ca. 50-70% ist durchaus akzeptabel. Insbesondere bei Reisen mit dem eigenen KFZ gilt es zudem Nischen und Hohlräume sinnvoll mit Sportutensilien zu füllen.

Vor Ort – leben und leben lassen

Wer es bis hierhin geschafft hat, kann sich glücklich schätzen. Er ist mit samt Anhang am Urlaubsort eingetroffen, es gibt eine Genehmigung für das Mitführen von Sportgerät sowie einen groben Überblick was zu tun (und natürlich auch zu lassen) ist.

Allerdings ist die Praxis meist komplizierter als die Theorie. Nun gilt es für den Freizeitsportler mit Bedacht vorzugehen um Familienfrieden und ähnliches nicht zu gefährden.

Am besten fährt man mit der Strategie klarer Worte. In der Planung der nächsten Tage legt der Sportfan alle Karten auf den Tisch. Wann will er was wo machen. Was ist wichtig und was nicht und welche Einheiten können auch anderweitig stattfinden. Wie viel Zeit steht tatsächlich zur Verfügung (also inklusive Umziehen, Duschen & Co.) und was hat Vorrang wenn Wetter oder ähnliches das Alternativprogramm der Normalos beeinflussen.

Letztlich sollte der Reisesportler auch immer einen Ass im Ärmel haben. Eine gemeinsame Radtour, ein paar Bahnen im Schwimmbad oder die Familienwanderung die er heimlich als Regenerationseinheit auch der Familie unterjubeln vorschlagen kann.

Verständnis beiderseits vorausgesetzt kann so sowohl der Ausdauerhobiist als auch die Angehörigen Spaß haben. Die einen nehmen sich im Urlaub Zeit für das was sie mit am liebsten tun, die anderen müssen nicht 2 Wochen in ein sauertöpfisches Gesicht blicken. Wie so oft, irgendwo in der Mitte liegt die Wahrheit.

Und die Moral von der Geschicht’…?

…ohne Sport verreist man nicht? Ach Quatsch – geht natürlich auch. Ich hoffe ihr hattet ein bisschen Spaß an meiner kleinen augenzwinkernden „Anleitung“. Letztlich liegt in meiner Übertreibung auch an machen Stellen die Wahrheit. Es ist schön mal im Urlaub nichts zu machen, es ist aber auch schön etwas – das man gern tut – im Urlaub an besonderen Orten zu tun.

Wichtig, wie so oft im Leben, ist darüber zu reden was man möchte und auch mal Fünfe gerade sein zu lassen, wenn die Familie für das eine nun mal gar kein Verständnis hat. Irgendwo findet man immer einen Kompromiss – und für einen schönen Urlaub kann man ja auch ein paar Tage zurückstecken. Kein Trainingsplan der Welt ist für 100% Zielerfüllung ausgelegt, irgendwas ist immer.

Und vielleicht bietet ja das ausdauersportelnde Familienmitglied die Gelegenheit für die Mitreisenden mal etwas neues auszuprobieren. Wandern statt Strand, Radfahren statt Shopping usw. – Hauptsache ihr habt alle Spaß dabei.

Wo mich dieses Jahr der Urlaub hinverschlägt ist zum Beispiel noch gar nicht klar – und schon gar nicht was ich da sportlich treiben werde (oder können werde). Träume habe ich schon, irgendwann mal wieder in die Provence und mit dem Rennrad den Mt. Ventoux hochfahren zum Beispiel, oder Trailrunning in den Alpen oder doch einfach nix am Strand? Mal gucken – im übrigen könnt ihr mir gerne auch den ein oder anderen Urlaubstipp geben … und wenn man da Sport machen kann… noch besser :-)

Posted in Drumherum and tagged , , , , , .

43 Comments

  1. „Ein Tanz auf dem Vulkan“, „ein Ritt auf Messers‘ Schneide“, „Topfschlagen im Minenfeld“.
    Bitteschön, kannste noch einbauen ;)

    Toller Text mal wieder!

  2. Ich schmunzel wieder einmal mehr…den Titel: #mimiminister of #allebekloppt hast du wirklich verdient. Als diesjährigen Urlaubsort schlage ich dringend Grainau vor! Dort kann man prima laufen und auch sonst ist alles für die Familie dabei 😁

    • Wie meinen? Wer ist hier Bekloppt – Ratgeberliteratur liegt voll im Trend und hilfreicher als dieser Beitrag geht ja nun wirklich nicht :-)

      Von diesem Grainau hab ich auch schon mal gehört. Da sollen so wilde die Berge rauflaufen. Krasses Ding :D

  3. Ich habe auch 2016 mein Mitspracherecht bzgl. der Urlaubsplanung gegen die familiäre Startberechtigung für einige Läufe getauscht. Eine, Variante, mit der ich ganz gut fahre. Aber ich habe auch festgestellt, dass ich das Faulsein im Urlaub sehr genieße.

    • Das ist natürlich auch eine Möglichkeit um in der Jahresplanung Ruhe zu schaffen. Ich hab öfter mal den anderen Fall, dass ich dann aus Sicht der Familie einen Kurztripp oder einen Urlaub mehr zustimme um dann dort was sportliches Veranstalten zu können.

      Aber nichts machen kann auch mal sein, hab ich vor 2 Jahren in Kärnten fast 2 Wochen gemacht und hab es auch überlebt :)

  4. Ich argumentiere immer so dass ich im Urlaub / an freien Tagen ja eh länger daheim bin als sonst und dass es ja dann durchaus möglich sein müsste auch mal 2-3 Sport zu betreiben. Unterm Strich sind es dann immernoch plus 8 Stunden die die Familie mehr von mir hat ☺

    Klappt meistens so mittelgut.

  5. Hi Daniel!
    Ich mag deinen Schreibstil :). Musste so grinsen beim lesen.
    Den Zwiespalt zwischen Zeit für die Familie und den Sport kennt wohl jeder Sportler.
    Ich habe das große Glück, dass mein Mann mich nicht schlecht gelaunt haben möchte und somit für Trainingseinheiten im Urlaub Verständnis hat.
    Allerdings nehme ich den Urlaub auch gern als Entspannungzeit und laufe nach Lust und Laune. Also keine Intervalle und keine super langen Longruns. Statt dessen entspannte Trailläufe am Meer mit einem beherzten Sprung ins Wasser am Ende.
    Und natürlich viel Wandern mit meinem Mann :)

    Viel Spaß bei der Urlaubsplanung. Wird ja bald Sommer.

    • Hallo Isa, danke :)
      Dann hat der Artikel ja sein Ziel erreicht, irgendwie kennen wir es ja alle so ähnliche Situationen. Aber ich verstehe dich auch, im Urlaub volles Programm habe ich auch noch nie gemacht, maximal wenn wir im Urlaub Zuhause sind, dort kann man das ja wirklich besser nutzen. Aber ganz ohne … geht irgendwie auch nicht :)

  6. Sehr schön geschrieben und ,wie du selber schreibst, viel Wahrheit mit augenzwinkern. Ich mache es so. Urlaubszeitraum meist nach einem größeren Lauf (wenn irgend möglich, Urlaubsort nur Hotel mit Schwimmbad und der Urlaub ist gerettet. Während Frau und Kind vor dem Frühstück ins Bad gehen, gehe ich laufen. Die Zeit habe ich freiwillig auf max. 1,5 Stunden festgelegt. Das heißt je nach Urlaubsregion zwischen 10 und 15 km, und das täglich. Den Rest des Tages verbuche ich als Regeneration und das Fahrrad kommt sowieso mit. Damit ist auch diese Frage geklärt. Ich muss allerdings aufpassen, das die Ziele mit dem Rad auch für die Frau erreichbar bleiben und nicht unbedingt sportlicher Natur sind.

    Allen viel Erfolg bei der Urlaubsplanung mit der Familie.

    • Danke Michael, ich finde es im Urlaub auch wichtig mal die Zeit zu nutzen etwas gemeinsam zu machen. Vom eigenen Hobby hat die Familie sonst ja eher wenig, aber wandern oder radfahren geht irgendwie immer … und macht auch mächtig Spaß. Das ist für mich auch ein Muß-Teil im Urlaub.

  7. Dieses Jahr scheitert bei uns die Planung tatsächlich am Laufen. Der einzige Termin fällt auf den Berlin Marathon… Noch sieht das meine Holde entspannt. 😀 Aber vielleicht erledigt sich das von selbst ;)

    Sehr schön geschrieben, wie immer. Besonders den Vergleich mit dem Yeti finde ich sensationell. 😀 😀 😁

    • Wollen wir mal nicht hoffen, dass sich das erledigt. So ein Städtetripp hat doch auch was (meiner Familie hats gefallen).

      Danke für die warmen Worte, dafür dass der Beitrag 3 Wochen quer lag und ich ihn sicher 5x umgeschrieben habe freue ich mich über jedes Feedback :)

      • Berlin dürfte ich dieses Jahr allein machen, dass war meiner Familie letztes mal zu viel Stress. 😀 Ich hoffe Berlin fällt für uns beide nicht flach.

  8. Ein herrlicher Artikel – besonders die unglaublich subtilen Ideen, um die Ideen dem Partner schmackhaft zu machen, sind grandios. Ich bekomme das Lächeln gar nicht mehr weg :-D

    Liebe Grüsse
    Ariana

  9. Toller Artikel – musste einige Male grinsen :) Als Sportler sind wir es eh schon gewohnt logistische Meisterleistungen zu vollbringen um unsere tägliche Dosis zu bekommen warum sollte es im Urlaub anders sein :D

    • Genau so ist es, wobei man es sich auch schon wirklich schwer macht. Letztes Jahr musste zusammen mit dem Gepäck für 1 Woche Ferienwohnung auch noch das Rennrad mit sowie Radklamotten für alle Wetter und bissel was zum laufen als Ausgleich. Naja zum Glück fahre ich einen großen Kombi. Das war wirklich Tetris :D

  10. Ich habe mich köstlich amüsiert und musste dabei nicht nur an unseren letzten Ostseeurlaub denken, sondern habe auch ein paar Abschnitte laut vorgelesen :D
    Es ist bei mir nicht viel anders, freie Tage sehe ich als Chance noch effektiver trainieren zu können als im Alltag. Bei uns ging das in etwa so los: aber wenn wir dann dort sind, dann gehst du nicht jeden Tag laufen, dann machen wir auch was gemeinsam!
    Ich: Ja natürlich machen wir ganz viel zusammen, aber ich werde bestimmt auch mal laufen gehen.

    Tatsache war, dass ich jeden Tag früh morgens am Strand oder im Wald gelaufen bin und wir dann den ganzen Tag für uns hatten. Manchmal gab es zwar den ein oder anderen unpassenden Kommentar, aber wir wissen beide wie ich bin :D Oder ich lasse mich mit dem Rad begleiten, auch ein guter Kompromiss.

    Der neue wird sein der ZUT diesen Juni.
    Ich: Darf ich?
    Er: Nein.
    24h später: Aber nur wenn wir dann noch eine Woche dort Urlaub machen!
    Ich: Ja sehr gut, das wird dann meine Regenerationswoche!
    Und das sehe ich tatsächlich so. Ich darf mich am Anfang verausgaben, zwei Tage mal die Beine kurieren und dann so spaßige Sachen wie Bogenschießen und Mountaincart-fahren ausprobieren.

    Kurz gesagt: wo ein Wille, da ein Weg!

    Gruß, Jamie

    • Hihi … das freut mich, dass ihr dann auch noch was zu lachen hattet. Ich sehe schon bei Deinem Bericht, dass Du die gleiche Grundlage für so einen Blog hast. Ich verrate jetzt mal nicht, welche Teile davon autobiographisch sind und welche frei erfunden.

      Übrigens cool, dass Du auch beim ZUT startest, vielleicht (hoffentlich) sieht man sich da … da treiben sich übrigens einige Ausdauersportlerpartner herum (allein diese Kategorie Mensch würde schon einen eigenen Beitrag verdienen *g*).

  11. Sehr cool! Und freut mich, dass man sich eventuell auch mal sieht. Man sollte sich zusammentun und ein buntes Buch über Sport, Partner und Co. schreiben *thumbs up*
    hihi.

  12. Pingback: Ernährungs- und Fitnessblogs am Sonntag, 17.01.2016

  13. Da verstehe ich doch glatt das Problem der Familien nicht….. wenn mein Mann sich unbedingt durch die Alpen strampeln will, dann darf er das sehr gerne machen, solange er nicht motzt, wenn ich das (gefühlt) 10.000 Museum ansehe oder stundenlang mit meinem Buch auf der Bank sitze. Ich tausche auch gern mal den Gipfelblick (den er dann halt alleine genießt) gegen eine ruhige Stunde auf der Almwiese…. alles eine Sache des Willens.
    Liebe Grüße
    Trudi

    • Hallo Trudi,
      ich glaube da passt mal wieder die universelle Antwort: Kommt ganz drauf an. Je nach dem wie sich der Alltag gestaltet. Je mehr sich die Arbeitszeiten der Partner unterscheiden oder wenn auch noch Dienstreisen dazu kommen um so schwieriger ist es – denke ich – im Urlaub einen Konsens zu finden, der allen gerecht wird. Aber letztlich hast Du recht – Menschen sind unterschiedlich und das müssen eben beide Seiten akzeptieren.
      Wie sagt meine Frau immer so schön, die lässt mich meine bekloppten Sachen machen um selbst bekloppte Sachen machen zu können ;-)

  14. Danke für diesen humorvollen Beitrag, der eigentlich gar nicht so weit von der Realität entfernt ist.

    Meine Frau will im Urlaub Wasser und ich Berge. Sie Ruhe und ich Training und Ruhe und so wählen wir unsere Unterkunft. Abgelegen am Wasser mit direkten Gebirgszugang und so kommen wir beide perfekt auf unsere Kosten. Bei der Transalp musste ich ihr die ersten Etappen etwas schön reden aber bis auf wenige Ausnahmen war das auch ok, abgesehen davon dass ich den Faktor Ruhe nicht bedacht hatte :D Den gab es dann aber am Gardasee.

    Urlaub ohne Sport könnte ich mir gerade kaum vorstellen. vielleicht liegt es daran, dass der letzte sportfreie Urlaub zu derzeit stattgefunden hat, als ich meine langjährige Sportpause hatte.

    • Hehe, erzähl‘ mir mehr. Das Wasser/Berge-Thema kommt mir bekannt vor – wobei wir die letzten Jahre eben abgewechselt haben. So ganz ohne (also wie der Yeti ;) ) bin ich aber auch nie, der sportloseste Urlaub war 2014 da bin ich in 2 Wochen nur 4x gelaufen. War aber trotzdem schön :)

  15. Urlaub ist immer schön. Und es liegt ja auch immer an der eigenen Erwartung, was man macht. Die Woche am Gardasee war fast bikefrei, für mehr Family Time nach der Transalp. Auch wenn das Bikerherz blutete im Trailmekka. Prioritäten haben und sich daran halten ist das A und O.

  16. Ein sehr schöner Beitrag
    Früher gab es auch immer den Konflikt: Frau will Meer, ich Berge.
    Gelöst haben wir das ganz gut mit der Côte d azur. Da gibts beides. Ist außerhalb der Ferien finanziell noch so gerade ok, innerhalb absurd teuer.
    Provence geht auch super, bis ans Meer sind s 2,5h, kann man für nen Tagesausflug mal machen, den ein oder anderen See gibts da auch.

    Ansonsten empfehle ich Familien Hotels aus Familotel-Kette. Da werden Kinder bestens betreut, wenn die Eltern auch mal ne Runde alleine Rad fahren wollen. Viele aus der Kette sind auch Bikehotels, haben Wellneszeugs etc.
    Das ist bestimmt für viele ein guter, wenn auch nicht ganz billiger Kompromiß.
    Außerdem sind da halt auch sehr viele junge Eltern unterwegs und wir waren noch nie da, ohne unter den Hotelgästen auch jemanden zum Biken zu finden.
    Und Kinderbetreuung heißt ja auch nicht das man die Zwerge dauerhaft da parkt, sondern nur das es Option gibt.

    • Côte d azur und Rennrad … da fange ich ja beim lesen schon an zu speicheln. Das wäre wirklich toll, wobei dieses Jahr der Sommerurlaub der letzte vor der Einschulung ist und somit schon 5 Wochen ohne Kinderbetreuung zu überbrücken sind. Da geht es gar nicht in der Nebensaison … und da ja Frankreich netterweise Zentralferien hat wird das wohl nichts. Aber ich sehe schon … Provence oder an der Ardeche reizt und ist sicher toll zum laufen oder radeln.

      Familotel hatten wir auch schon, allerdings war das dem Kurzen damals zu doof, der wollte einfach nicht zur Kinderbetreuung. Naja inzwischen bin ich aber auch mit einer Ferienwohnung ganz zufrieden, macht manches einfacher – und da ich eh gerne koche passt das schon. Vor allem ist man da meist etwas näher am Abendteuer :-)

      • Ja Ardeche ist auch ok, aber die Straßen waren da mitunter echt übel . Eher so für Vorbereitung auf Paris-Roubaix geeignet. Dafür aber mit der Ardeche prima Badegelegenheiten. Auch MTB technisch sind da Provence und Elsass schon erheblich besser.
        Die Ferien zwischen Schule und Kita war bei uns auch anstrengend; wir hatten 7 Wochen Leerlauf zu überbrücken.
        Bei der Kinderbetreuung muss es halt passen. Manche Kinder lieben es , manche eben nicht. Hängt ja auch von der Interessenlage des Kindes und dem Angebot ab. Wir fahren recht häufig in ein relativ kleines Familotel (auch mal für ein WE) und für unsere Tochter ist es dann so wie Verwandte besuchen, weil sich sich da gut auskennt und alle Mitarbeiter/innen kennt. Für uns alle also extrem unkompliziert.
        Im Urlaub bin ich extrem Komfort orientiert ;) . Kochen, einkaufen etc muss dann für mich nicht sein.

  17. Ach Daniel, ich musste so oft lachen als ich deinen Beitrag gelesen habe. Weil ich mich so oft wiedererkannt habe. So oft hatte ich die Seite vom Harzer Keiler Run „zufällig“ offen, weil der auch „zufällig“ auf dem Weg (naja, mit ein paar 100 km Umweg) zum Urlaubsort liegt. Leider war der schneller ausverkauft als ich unterjubeln… äh, überzeugen konnte.

    Die Mischung macht’s damit keiner auf der Strecke bleibt. Daher gehe ich auch mal mit zum Shoppen… auch wenn die Berge viel mehr locken ;)

    • Es ist ein geben und nehmen … vielleicht sollten wir nur auf einer geheimen Seite mal ausfschreiben wie man das ganze möglichst subtil beim Partner unterbringt. Quasi ein Wiki zur Beeinflussung von Ausdauersportlerpartnern :D

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*