Spartanerhirse - vegan

Vegan? Egal? … vegal – Rezept Spartanerhirse

Spartanerhirse - vegan

Spartanerhirse

Um es gleich vorweg zu schicken, ich bin weder überzeugter Veganer noch Vegetarier. Aber überzeugter Hobbykoch bin ich auf jeden Fall. Ich freue mich nicht nur darauf im läuferischen Mittelfeld anzukommen, sondern bin auch sonst für ausgewogene Perspektiven und Betrachtung verschiedener Blickwinkel. Sich ohne Tierprodukte zu ernähren kann viele Gründe haben – ethische oder prinzipielle. Für mich bietet vegane Ernährung ein neuer Blickwinkel. Durch neue Zubereitungsarten, Zutaten und Kombinationen lerne ich Rezepte kennen, die ich vorher nicht kannte.

Ernährung und Ausdauersport – ein Dauerbrenner

Das vegane Ernährung und Ausdauersport funktionieren ist ebenfalls keine Neuigkeit, es gibt genügend erfolgreiche Beispiele, das prominenteste ist sicherlich Ultratrail-Läufer Scott Jurek. In der aktuellen Runner’s World gibt es ebenfalls zu diesem Thema ein Special mit einem Rezept, welches mich zu dem Beitrag inspiriert hat.

Aus meinem Blickwinkel heraus steckt in dieser erfolgreichen Kombination allerdings mehr, als nur eine reine Art sich zu ernähren. Als Läufer kümmert man sich auch ohne spezielle Ernährungsformen darum, dass die alltägliche Nahrungsaufnahme abwechslungsreich ist und bestimmte Bereiche (Eiweiss, Kohlehydrate & Co.) vernünftig abgedeckt sind. In dem, was wir hier in Deutschland üblicherweise kaufen und essen ist ja auch alles enthalten, was man braucht, eher lässt man etwas weg oder isst von anderen Dingen etwas mehr. Aber in der „normalen“ Läuferernährung spielen Dinge wie Milcherzeugnisse oder Eier eben auch eine große Rolle. Lässt man diese Lieferanten für Eiweiss weg, braucht man sinnvolle Lösungen das zu bekommen was der Körper auch nach härteren Trainingseinheiten braucht.

Was kann vegane Ernährung bieten?

Genau an dieser Stelle beginnt es für mich als gerne Kocher interessant zu werden. Seit vielen Jahren probiere ich viele Dinge aus, habe unzählige Lebensmittel in unser alltägliches Portfolio aufgenommen und viele wieder verworfen. Ich habe mich schon auf bestimmte Dinge konzentriert und es wieder verworfen, manche Sachen vermieden und wieder damit angefangen, aber jede dieser Ernährungsarten hat meine Küche bereichert – und das ist der beste Punkt an veganer Ernährung.

Da man sich mit bestimmten Nährstoffen, Nährstoffkombinationen usw. befassen muss um auch Sport treiben zu können lerne ich neue Gerichte kennen, wie die Spartanerhirse von Attila Hildmann, die in der aktuellen Runner’s World vorgestellt wird.

Spartanerhirse à la 42einsneunfünf

Ich habe das Gericht für 4 Leute gekocht und – leichtsinnigerweise – die Mengen verdoppelt. Ich habe keine Ahnung für wen, das Gericht gedacht ist (Mengen genau so wie oben verlinkt), allerdings dürfte selbst das 2-Personengericht nur dann für 2 Leute reichen, wenn alle beide gerade einen Marathon hinter sich haben!

Dazu kommt, dass ich aufgrund von Zutatenmangel ein paar Dinge weggelassen habe und aufgrund von Experimentierfreude ein paar Dinge dazugepackt habe.

Hirse - Spartanerhirse geröstete Sonnenblumenkerne Zucchini - Spartanerhirse Aubergine Paprika - Spartanerhirse Gemüse Spartanerhirse

Im Gegensatz zum Rezept, habe ich die Hirse vorher mit warmen Wasser abgespült. Das hilft um die Bitterstoffe etwas zu reduzieren. Zudem habe ich einfaches Leitungswasser anstatt Mineralwasser verwendet. Statt in reinem Salz gab es etwas Gemüsebrühe (Veganer lassen das weg oder müssen zu speziellen Produkten greifen).

Wie zu sehen, wird das Gemüse – während die Hirse köchelt – klein gewürfelt und mit Olivenöl angebraten. Ich habe 3 Zehen Knoblauch mit dazu gegeben, stattdessen aber nur eine statt zwei Zwiebeln verwendet.

Anstatt die Menge an Tomatenmark zu verdoppeln habe ich eine Packung gewürfelte Tomaten (340gr) dazu gegeben und dennoch ca. 80 bis 100g Tomatenmark. Bereits zu diesem Zeitpunkt war eindeutig zu wenig Flüssigkeit im Gemüse, also habe ich nach Gefühl nachgekippt.

Da nicht mehr genügend Oregano im Haus war habe ich zusätzlich etwas Pizzamischung genommen (also Basilikum, Rosmarin und Paprika. Nach dem Abschmecken kommt die Hirse in das Gericht. Ich musste noch kräftig Flüssigkeit nachgießen.

Spartanerhirse - vegan

Sprossen hatte ich keine im Haus und statt Haselnusskerne habe ich einfach Sonnenblumenkerne angeröstet und darüber gegeben. Fertig ist das Gericht und dank der Menge freut sich unser Besuch, unsere Kühltruhe und ich auch noch, denn den Rest gibt’s Morgen in der Arbeit. Schmeckt gut – schnell zuzubereiten und auch voller wertvoller Nährstoffe. Das Gericht werde ich in mein Rezeptbuch adoptieren.

Und die Moral von der Geschicht‘?

Ob vegan oder nicht, ist mir persönlich egal … sprich vegal. Ich ernähre mich gerne Abwechslungsreich und nehme den Input dieser Ernährungsform mit. Genau so wie in anderen alltäglichen Dingen oder im Alltag auch, lasse ich mich gerne von vielen Seiten inspirieren und mache daraus eine gesunde Mischung die mir gefällt. Ich werde mich auch weiterhin gerne mit veganer Ernährung befassen, allerdings möglichst ohne Polemik, ohne Grabenkämpfe, Missionierungsversuchen von beiden Seiten und extremen Ansichten. Eben in der gesunden Mischung. Und wenn dabei so ein leckeres Essen dabei heraus kommt, ist doch allen geholfen.

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4 Comments

  1. Ich sehe es genauso wie Du.
    Vegal was es ist. Schmecken muss es und gesund sollte es sein.
    Wobei ab und an darf es auch mal was ungesundes sein. Schließlich läuft man ja auch! ;-)
    Das Rezept muss ich mal ausprobieren. Sieht gut aus und hört sich lecker an.

    Gruß Gerd

    • So ist es … aber nach einer Woche in der der Grill wieder mal heiß gelaufen ist (ja, schlechtes Wortspiel) kommt so eine Alternative wirklich gut. Wenn ich all das was ich verlaufe nicht essen könnte… wäre ich echt eine arme Sau! :D

  2. Ja, sieht sehr lecker aus – und ich denke genau wie du – was VEGAN betrifft. Ich versuche, mich gesund zu ernähren, verzichte allerdings auf Fettes, viel Süßes und Fastfood, bin allem Neuen gegenüber aufgeschlossen, liebe leichte Kost – und dein Rezept passt mir gut in den Kram. Hast du schön präsentiert – guten Appetit ! ;)

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